Hallo ihr Lieben,

also ich weiß ja nicht, wie’s euch so geht in Kasernierung. Was mich betrifft, kann euch nur versichern: fad wird’s net, ich glaub, ich hab gar keine Zeit, um krank zu werden. Na bitte, alles hat was Gutes.

Corona war mein persönlicher Tritt in den Allerwertesten, um mich mit mir bis dahin gelinde gesagt gleichgültigen Themen wie Youtube, Zoom, Skype, Webinaren, Livestreams, Online Trainings und vor Allem mit dem mir zur Verfügung stehenden, nicht unbedingt topaktuellen, technischen Equipment mal etwas näher zu beschäftigen.

Das war…wie drück ich’s am Besten sozial akzeptabel aus…UUUUAAHHHH!!!!! Man könnte auch sagen: die Lernkurve war steil (nicht schwierig, wenn man von nahezu Null ausgeht). Meine Söhne waren klasse – danke nochmal für viel Geduld, Remote-Übernahme meines Laptops, Unterstützung beim Kreieren neuer Schimpfwörter, Testen von ersten Videos, Auffinden alter Laptops, die vielleicht sogar besser funktionieren als mein relativ neuer und Vielem mehr. Und danke auch an Mia, Petra, Katrin, Deni und Bernd, meine allerersten geduldigen Testuser.

Die grandiose Idee, im Februar zu beschließen, dass ich jetzt mal a bissi Digital Detox brauche, war zeitlich etwas ungünstig gewählt. UPC und GIS sind abgemeldet, der panisch aus dem Studio nach Hause geholte Internet-Cube plagt sich a bissi, aber alles kein Problem, so ein Video lädt locker in nur 8 Stunden von meinem alten IPhone in die Cloud. Und so warm, wie das Ding dabei wird, spar ich mir auch noch Heizkosten (liebe OMV Kollegen, falls das jemand von euch liest – nein, ich spreche nicht vom Firmenhandy. Das ist ganz cool. Bin ja brav und habe ein separates fürs Studio.)

Womit nicht zu rechnen war, ist, dass auch mein knapp 2 Jahre alter Laptop beschlossen hat, mich etwas zu foppen – ihr seht den Anmeldebildschirm von gestern. Wobei ich die Frage, ob mir gefällt, was ich sehe, schon etwas provokant finde. Aber auch wir haben uns wieder versöhnt. Nächste Woche sollten Stativ, Mikro und Webcam kommen, vielleicht wird’s dann etwas einfacher. Oder ich schmeiß die Nerven bei den Betriebsanleitungen, wir werden sehen.

In jedem Fall: Hurra, ich weiß jetzt mal in etwa, wie Videos, Livestreams und alles, was ich unbedingt brauche, funktioniert. Die ersten Ergebnisse seht ihr auf Youtube, und an besserer Bild-und Tonqualität arbeite ich. Und klar, auch die Stunden werden im Laufe der Zeit „runder“ werden – im Moment fühlt es sich noch sehr eigenartig an, rumzuturnen und dabei in mein Handy zu starren, das einsam und verloren auf seinem Stativ im Badezimmer steht. (Bad deshalb, weil ich so lang bin und es sonst keine Möglichkeit gibt, mich einigermaßen vollständig ins Bild zu bekommen).

So, und heute baue ich noch meine Homepage um, und dann hätten wir’s vorerst mal. Bin gespannt, was noch alles kommt – aber mittlerweile schon recht gelassen und amüsiert entspannt.

In jedem Fall: Danke, dass es euch gibt. Denn auch ohne euch hätte ich all diese Dinge nicht gelernt. Und letztlich hat’s wirklich Spaß gemacht! Ich wünsche euch eine trotz Allem schöne Zeit und würde mich freuen, wenn ihr auch Online dabei seid. Und das Wichtigste: Ich drück euch ganz fest die Daumen, dass ihr gesund bleibt!

Alles Liebe, Gudrun