Hormone sind körpereigene Boten- und Regelstoffe,
die unterschiedlichste Vorgänge im Körper steuern:

Stoffwechsel, Blutdruck, Herzfrequenz, Blutzuckerspiegel, Körpertemperatur, Wasserhaushalt, Fortpflanzungstrieb, Schwangerschaft und vieles andere mehr. Sie beeinflussen Stimmung, Gefühle und Energieniveau und nicht zuletzt den Alterungsprozess und damit unser äußeres Erscheinungsbild.

Hormone werden in Drüsenzellen verschiedener Organsysteme gebildet, zB in Schilddrüse, Hypophyse, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcken. Du kannst sie dir als  Regisseure deines Lebens vorstellen. Ein Zuviel, ein Zuwenig oder ein unausgewogenes Verhältnis führen zu Beeinträchtigungen deiner Lebensqualität.

Ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Produktion der weiblichen Sexualhormone bei Frauen mehr oder weniger konstant ab.

Diese Veränderung in unserem Körper geht oft mit folgenden Symptomen bzw Krankeitsbildern einher:

  • Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Nervosität, Gereiztheit, Depressionen, Stresssymptome
  • Schweißausbrüche, Hitzewallungen
  • Wassereinlagerungen und damit verbunden Gewichtsschwankungen
  • Gewichtszunahme und Umverteilung der Fettdepots
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • trockene Schleimhäute, Hautalterung, Faltenbildung, brüchige Nägel und Haare
  • Libidomangel
  •  Osteoporose
Die von der Brasilianerin Dinah Rodriguez entwickelte „Hormonelle YOGA Therapie“ bietet eine Möglichkeit, den weiblichen Hormonhaushalt auf natürliche Weise zu unterstützen.

Die Tätigkeit von Eierstöcken, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren wird nachweislich (*) angeregt, was die typischen Symptome hormoneller Unterversorgung oder hormonellen Ungleichgewichts mindert. Das ist vor Allem, aber nicht nur für Frauen in den Wechseljahren interessant.

Darüber hinaus verbessern sich Muskelkraft und Beweglichkeit, dein Körper strafft sich, richtet sich auf, und die regelmäßige, gelenkschonende Bewegung wirkt positiv auf Knochen, Kreislauf und Meabolismus

Die Hormonyoga-Übungsreihe besteht aus einer ca 40minütigen Abfolge von dynamischen Asanas, kombiniert mit  Atem-, Konzentrations-,  Entspannungs-, Energielenkungs- und Visualisierungstechniken.  Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Die Übungen sind einfach zu erlernen, du brauchst dafür weder Yoga-Kenntnisse oder besondere körperliche Voraussetzungen.

(*) Eine an der Universität von Sao Paolo durchgeführte Studie an Frauen in den Wechseljahren belegt einen Anstieg des Östrogenspiegels nach vier Monaten regelmäßiger Hormonyoga-Praxis um bis zu 250 Prozent , eine Verbesserung der Eierstock-Produktivität  um bis zu 75 %. Auch eine US-Studie bestätigt den positiven Effekt von Hormonyoga auf Frauen in den Wechseljahren.

Hormonyoga empfiehlt sich für alle Frauen ab 35, mit oder ohne Symptome, ohne Alterslimit nach oben.

Nach dem 35. Lebensjahr sinkt der natürliche Östrogenspiegel kontinuierlich, regelmäßige Praxis der Hormonyoga-Übungsreihe kann dem entgegenwirken.

Im Speziellen können Frauen in den Wechseljahren, die Beschwerden wie Hitzewallungen, Depressionen, Gereiztheit, Abgeschlagenheit vorbeugen oder reduzieren wollen, von der Wirkung der Hormonyoga-Praxis profitieren.

Weitere Zielgruppen sind:
  • Junge Frauen in der verfrühten Menopause durch starke körperliche Belastung (z.B. Leistungssportlerinnen) und/oder durch Stress
  • Frauen, die unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Migräne leiden
  • Frauen, die eine natürliche Alternative zur Hormonersatztherapie suchen
  • Junge Mädchen und Frauen mit PMS-, Zyklus- oder Menstruationsbeschwerden (starke Blutungen, starke Schmerzen, Ausbleiben der Menstruation, Zwischenblutungen).

Bitte beachte aber, dass Hormonyoga kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und medizinisch notwendige Behandlung darstellt. Wenn du unter den hier angegebenen Beschwerden leidest, solltest du in jedem Fall vor Beginn des Trainings die Ursachen ärztlich abklären lassen. Besprich auch mit deiner Ärztin/deinem Arzt, ob Hormonyoga zum aktuellen Zeitpunkt für dich geeignet ist.

Hormonyoga wirkt. Diese Wirkung ist aber nicht in jedem Fall gut für deinen Körper und kann sogar Schaden anrichten.

Bitte praktiziere kein Hormonyoga
  • während einer Schwangerschaft
  • bei hormonell bedingtem Brustkrebs
  • bei akuter Endometriose
  • bei großen Myomen in der Gebärmutter
  • bei akuten Entzündungen im Bauchraum (z. B. Blinddarmreizung)
  • während der ersten 3 Monate nach einer Operation im Bauchraum
  • bei starker Osteoporose
  • bei akuten Herzerkrankungen sowie nach Herzoperationen

Bei chronischen oder sonstigen (Vor)Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt/deine Ärztin und kläre ab, ob Hormonyoga für dich geeignet ist.