Yoga

Ich unterrichte körperbetonten, modernen, meist dynamischen Yoga ohne esoterischen Anspruch, Chanten und lange Sitzmeditationen.

In meinen Trainings erwarten dich abwechslungreiche Workouts, in denen du dich achtsam, spielerisch und idealerweise mit einer guten Portion Humor an deine Grenzen herantastest.

Über die Jahre hinweg habe ich viele Yogastile und -Techniken ausprobiert und  Trainerausbildungen absolviert. Mit Manchem konnte ich wenig anfangen, in Anderem habe ich mich wiedergefunden. Ich kann auf ein breites Spektrum an Wissen und Können zurückgreifen, aus dem ich mir das in meine Augen Beste herauspicke und an dich weitergebe. Und ich lerne beständig weiter – wir sprechen hier schließlich von Yoga…

Was fällt dir spontan zum Begriff Yoga ein?

Standardantwort: Ein Mix aus 60% Körperverknotungen und je 20% Atemübungen und Meditation, gewürzt mit einer Prise Esoterik.

Ganz so war das ursprünglich nicht gedacht…

Yoga ist eine der klassischen Schulen der indischen Philosophie. Das Sanskrit Wort Yoga bedeutet anjochen, zusammenfügen, vereinen. Körper, Seele und Geist sollen vereint, Erleuchtung erreicht werden

Über viele Jahrhunderte entstanden in Indien unterschiedliche Yogawege. Sie alle haben das gemeinsame Ziel, den Zustand der Erleuchtung zu erreichen.

In ihrem Weg dorthin bzw ihrer Schwerpunktsetzung unterscheiden sie sich aber recht deutlich. Jnana Yoga etwa setzt vorrangig auf das Streben nach Erkenntnis, Bhakti Yoga auf göttliche Verehrung und Hingabe, Karma Yoga auf altruistisches Handeln ohne Selbstanhaftung, Raja Yoga auf die Kontrolle des Geistes.

Im Raja Yoga geht man davon aus, dass ein 8-gliedriger Pfad zu beschreiten ist, um zur Erleuchtung zu gelangen. Dabei geht es um:

  • Yamas – den Umgang mit der Umwelt
  • Niyamas – den Umgang mit sich selbst
  • Ãsanas – den Umgang mit dem Körper
  • Prãnãyãma – den Umgang mit dem Atem
  • Pratayãhãra – den Umgang mit den Sinnen
  • Dhãranã – Konzentration
  • Dhyãna – Meditation
  • Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit und Erleuchtung

Die Asanas (Körperpositionen), mit denen wir Yoga heute vorrangig assoziieren, standen also auf einer eher niederen Stufe des  Yogawegs und waren ursprünglich ein reines Mittel zum Zweck. Sie sollten den Körper ausreichend fit machen, sodass er während der Meditation lange Zeit in unbewegter Haltung verharren konnte. Das im 10. Jh verfasste Gorakshashataka, die älteste Hathayogaschrift, nennt gerade mal zwei Asanas, die im 14. Jh verfasste Hathayogapradipika kommt auf 16.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren einige Hundert Asanas bekannt. Erst mit dem beginnenden Interesse der westlichen Welt an Yoga verlagerte sich der Fokus auf die Körperübungen und das Repertoire wuchs sprunghaft an. Heute gibt es mehrere Tausend dokumentiere Yoga-Positionen in unzähligen Yogastilen.

Wichtig ist, Eines zu verstehen: So sehr der Fokus auf der Asana-Praxis liegen mag, Yoga ist kein Sport. Leistungsdenken und Konkurrenzverhalten sind hier fehl am Platz. Es geht vielmehr um achtsamen und liebevollen Umgang mit dir selbst, um Akzeptanz deiner physischen und psychischen Grenzen, um Konzentration und Fokussierung auf das Hier und Jetzt und um die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung.

Yoga ist Zeit für dich, mit dir.

Dabei helfen dir bewusste Atmung, Konzentration und Fokussierung und auf dich und deine Praxis.

Körper- und Atemübungen sind fixe Bestandteile jedes Yogastils und jeder Yogaeinheit.

Meditation hingegen kommt in unterschiedlicher Häufigkeit, Art und Intensität zum Einsatz. Ich integriere nur selten mehr als 2-3minütige Sitzmeditation in meinen Unterricht. Vielleicht ändert sich das einmal, aber derzeit empfinde ich es so als authentisch. Ich sitze erstens selbst ungern lange still, und zweitens ist in meinen Augen alles, was du mit Aufmerksamkeit und Verbundenheit mit dir selbst und dem Augenblick tust, Meditation.

In diesem Sinn: have fun & Namaste
Move your body, still your mind and rise.

Yoga tut gut und ist gut, für Körper, Geist und Seele.

Du stärkst deine Muskulatur, wirst beweglicher, trainierst Balance und Gleichgewicht, verbesserst deine Haltung, steigerst deine Vitalität und stärkst dein Immunsystem.

Die Yogapraxis bringt dir aber noch viel mehr. Sie hilft dir bei der Bewältigung von Stress bzw dabei, erst  gar nicht unter Stress zu kommen.

Du übst zu entspannen und loszulassen. Du lernst, dich zu fokussieren, dich ganz und gar in den Körperübungen zu verlieren. Du stellst fest, dass mehr (Kraft)Einsatz nicht unbedingt das bessere Ergebnis bringt. Dass der Körper mehr kann, als der Kopf ihm zutraut. Dass dein Denken die Qualität deiner Übungsausführung (und deines Lebens) beeinflusst. Dass du Ruhe, Sicherheit und Glück am Besten in dir selbst findest…

Kurz: regelmäßige Yogapraxis  wirkt weit über die Matte und den rein körperlichen Aspekt hinaus.

„yoga chitta vritti nirodha“

„Yoga ist das zur Ruhe Bringen der Gedanken im Geist“

(Patanjali, Yogasutra, ca 200 v Chr)

Yoga ist für jeden Menschen geeignet, ohne Einschränkungen. Das Angebot an Yogastilen, Körper-, Atem- und Meditationsübungen ist so breit, dass jeder das finden kann, was ihm entspricht und gut tut.
Ein paar Dinge solltest du aber beachten:
  • Sei aufmerksam und liebevoll zu dir selbst. Achte auf dich und deinen Körper, geh beständig an deine Grenzen, aber nicht darüber hinaus.
  • Bleib im Hier und Jetzt, bei und in dir. Was dein Nachbar auf seiner Matte macht ist ebenso irrelevant wie das, was du selbst beim letzten Training erreicht hast.
  • Kraft und Flexibilität müssen im Einklang stehen. Einer der häufigsten Fehler ist falscher Ehrgeiz beim Dehnen und „Verbiegen“. Zwing dich nicht in Brezelpositionen, quäl dich nicht in schmerzhafte Stretches. Ein gesunder Bewegungsradius ist im Allgemeinen der, in dem du die Bewegung noch muskulär kontrollieren und steuern kannst. Und keine Sorge – der vergrößert sich im Laufe der Zeit, auch ohne Quälerei.
  • Such dir einen guten Lehrer, der über ausreichendes anatomisches und biomechanisches Verständnis verfügt und dem bewusst ist, welche Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen für die Übungen gelten. Du vertraust ihm schließlich deinen Körper an.
  • Der Weg ist das Ziel. Yoga ist lebenslanges Lernen. Es gibt kein definiertes Ziel zu erreichen, es geht ausschließlich darum, kontinuierlich dazuzulernen und dich zu verbessern. Und, bitteschön, Spaß dabei zu haben.